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Paraschat Lech Lecha

Gedanken zur Parascha 2009

In der Parascha dieser Woche verlässt Awram das Land Israel wegen einer Hungerplage und geht nach Ägypten. Unter den wichtigsten Tora-Kommentatoren gibt es darüber eine Meinungsverschiedenheit mit zwei sehr extremen Meinungen. Der Ramban (Nachmanides) sagt, dass Awram eine große Sünde begangen hat, in dem er das Land Israel ohne g'ttlichen Befehl verlies. Da G'tt ihm befohlen hatte, nach Israel zu gehen, hatte er dort zu bleiben. Die meisten anderen Kommentatoren rechnen es Awram als Verdienst an, dass er sich bei G'tt nicht beklagte, als die Hungersnot begann, sondern die richtigen Konsequenzen zog, und das Land verlies.

Bevor Awram mit seiner Frau nach Ägypten kam sagte er ihr, dass sie sich als seine Schwester ausgeben solle, da er befürchtete, dass sie von den Ägyptern begehrt werden würde, und diese ihn deshalb töten könnten. Als Awraham zuvor mit seiner Frau nach Israel gekommen ist, wo damals genauso wie in Ägypten eine fremde Bevölkerung lebte, äußerte er diese Befürchtung nicht. Was unterscheidet diese beiden Episoden☕

Auch nach der Mehrheitsmeinung hat Awram zwar nicht gesündigt, als er nach Ägypten ging, er hat aber auch keine Mizwa erfüllt. Bei der Reise nach Israel aber handelten Awraham und Sarai auf einen direkten g'ttlichen Befehl hin - und jemand, der im Auftrag eines anderen eine Mizwa erfüllt wird vor Schaden bewahrt. Es gab deshalb bei der von G'tt befohlenen Reise nach Israel nichts zu befürchten.

Wir müssen uns bemühen, genauso wie Awram G'ttes Befehle zu erfüllen, damit das Erfüllen der Mizwot auch uns vor Schaden bewahre.