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Simchat Tora
Gedanken zum Feiertag
von Raw Pardess

Zu Simchat Tora wird die letzte Parascha der Tora, "Wesot Habracha" gelesen. In dieser segnet Mosche das jüdische Volk. Unter anderem sagt er: "Die Tora, die uns Mosche befohlen hat ist ein Erbstück der Gemeinde Ja'akows." Wie kann Mosche diesen Satz sagen, in dem er über sich selbst spricht?

Eigentlich hat das Volk diesen Satz gesagt. Er enthält die Botschaft des "Na'asse weNischma", "wir werden machen und wir werden hören", also der Akzeptanz der Tora und aller ihrer Mizwot durch das jüdische Volk, bevor ihr genauer Inhalt bekannt war. G'tt befahl uns die Tora, und nun ist sie ein Erbstück, dass wir an nachfolgende Generationen weitergeben müssen. Mosche hat diesen Satz in seinem letzten Segen vor seinem Tod zitiert.

Deshalb entschied der Rambam (Maimonides) auch, dass der erste Passuk, den ein Kind, das zu sprechen beginnt, sagen soll, noch vor "Schma Israel", dieser Passuk aus unserer Parascha sein soll. Es ist einleuchtend, weshalb das Kind "Schma Israel" sagen soll, den das ist der fundamentale Ausdruck unseres Glaubens. Aber durch den oben zitierten Passuk werden wir erst zu G'ttes auserwähltem Volk.

Zu Simchat Tora freuen wir uns mit der Tora, und wir freuen uns vor allem darüber, dass unsere Vorfahren die Tora auf sich, und damit auf uns genommen haben. Sie ist das Buch der Mizwot, aber auch das Buch der Moral. Die Moralvorstellungen der ganzen Welt sind durch die Tora geprägt. Seien es Krankenbesuche, die Mizwa, Teile der Ernte für Arme und Bedürftige liegen zu lassen, die Verpflichtung, Fremde zu lieben - alles hat in der Tora eine Basis. Wir freuen uns, dass wir die Tora von Mosche bekommen haben, und unsere Aufgabe ist es, sie als Erbstück unseres Volkes an unsere Nachkommen weiterzugeben.