| Rosch Haschana |
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Gedanken zum Feiertag 2009 von Raw Pardess Jedes zehnte Tier, dass bei einem jüdischen Bauern geboren wurde, musste zur Zeit des Tempels dem Kohen gegeben werden. Diese Abgabe heißt "Masser Behemot." Dazu geleitete man alle Tiere aus einem Gehege ins nächste, wobei jeweils nur ein Tier durch den Durchgang passte. Jedes zehnte Tier das durchging wurde dann mit einem Farbstrich markiert. So war klar, welche Tiere später als Masser Behemot dem Kohen gegeben werden mussten, und dann geopfert wurden. Die Tiere wussten natürlich nichts von ihrem Schicksal. Aber hätten sie gewusst, dass sie einen Farbstrich auf dem Rücken haben, und was er bedeutet, hätten sie sofort alles getan, um sich irgendwie zu waschen, um diesen Strich loszuwerden. Auch wir Menschen haben einen "Farbstrich am Rücken". Jedes Jahr, wenn zu Jom Kippur unser Schicksal für das kommende Jahr besiegelt wird, können wir eine solche Markierung erhalten. Wir sehen sie zwar nicht, aber wir müssen uns ihr und ihrer Bedeutung bewusst sein, und uns rechtzeitig "reinigen" und heiligen. Denn dass man nicht merkt, dass ein schlechtes Urteil über einen gefällt wurde, heißt noch lange nicht, dass ein solches nicht besteht. Genauso wie das Schaf sind viele Menschen ahnungslos. Doch wüssten sie, was für ein Schicksal ihnen droht, und wie ernst die Zeit von Rosch Haschana und Jom Kippur für sie ist, würden sie sofort reagieren, und alles mögliche tun, um ein besseres Urteil zu erreichen. Gedanken zum Feiertag 2007 von Raw Pardess Im Schir Hamaalot, das in den 10 Bußtagen gesagt wird, steht unter anderem der Satz: "Israel hofft auf Haschem, denn mit Haschem ist Güte, und mit Ihm ist die Erlösung. Und Er soll Israel von all seinen Sünden erlösen." Wer ist mit "Er" gemeint? Auf den ersten Blick natürlich Haschem. Es wird aber erklärt, dass sich das hebräische "Hu" - "Er" auf die Hoffnung auf Haschem bezieht. Das bedeutet, dass schon alleine die Hoffnung auf Haschem das Volk von seinen Sünden erlöst. Durch die Erkenntnis, dass nur G'tt uns geben kann, was wir brauchen, und wir ohne ihn nichts haben, wenden wir uns an G'tt, und durch diese Erkenntnis wird das Volk erlöst. Wenn das Volk weiß, dass außer Haschem ihm niemand helfen kann, ist es auf dem richtigen Weg und wird erlöst werden. Leschana Towa Tekatewu wetechatemu! Gedanken zum Feiertag 2006 von Raw Pardess Im Mussafgebet von Rosch Haschana und Jom Kippur steht: "G'tt tut Gutes den Bösen und Guten." Wieso ist G'tt den "Bösen" gegenüber barmherzig? Eine Erklärung besagt, dass in diesem Satz nicht eine Gruppe von "bösen" und eine von "guten" Menschen gemeint ist, sondern die Gruppe jener Personen, die sowohl gute als auch schlechte Taten tun. G'tt ist also nicht nur zu denen gut, die nur gute Taten tun, sondern auch zu denen, die sowohl Gutes als auch Schlechtes in sich vereinen. Nach einer zweiten Erklärung sind mit den "Bösen" diejenigen gemeint, die zwar Böses tun, aber gut sein wollen, weswegen G'tt auch mit diesen Erbarmen hat. |
Dwar Tora