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Jüdisches Geistesleben im mittelalterlichen Österreich
 Sehr geehrte Freunde !


Vor einigen Monaten wurde das jüdische Museum auf dem Judenplatz eröffnet. Eines der Ziele des Projektes Judenplatz ist es, dem breiten Publikum das Verständnis für jüdische Geistesleben im mittelalterlichen Österreich näher zu bringen.

Das Misrachi- Haus, Zentrum lebendiger Gemeindeaktivität, steht geographisch im Brennpunkt dieses Geschehens.

Nachdem Lehren und Lernen einer der Schwerpunkte dieser Gemeindeaktivität ist, sieht es die Misrachi als eine natürliche Verpflichtung an, das Wissen um das jüdische Geistesleben im mittelalterlichen Österreich zu pflegen und auf akademischen Niveau zu erarbeiten.

Das Symposium ist einer der herausragenden Persönlichkeiten der mittelalterlichen Wiener jüdischen Gemeinde gewidmet, dem Rabbi Jitzchak aus Wien, Verfasser des halachischen Werkes „Or Sarua“ (Saat des Lichtes).

Hierzu konnten namhafte Historiker aus dem Inland und Ausland als Referenten gewonnen werden.

Unter anderem soll gezeigt werden, wie sich jüdisches Gesetz aus dem Talmud entwickelt hat. Als weiterer Schwerpunkt wird an Hand der Lehrer und Schüler des Rabbi Jitzchak erarbeitet, wie jüdische Gelehrsamkeit in Österreich schon zur damaligen Zeit nicht an Landesgrenzen Halt machte, sondern durchaus internationale Züge trug.

Ein weiteres Thema werden Handschriften und Drucke des Werkes „Or Sarua“ sein.

Höhepunkt des Symposiums wird die Präsentation des ersten Bandes der neuen von Machon Jeruschalajim gemeinsam mit Jeschiwat Or Ezion erarbeiteten Edition des Gesamtwerkes des „Or Sarua“, die auf Grund neu entdeckter Handschriften viele neue Gesichtspunkte enthält.



Es ist unser Ziel, dieses Symposium an den Beginn der intensiven Befassung mit dem Generalthema „jüdisches Geistesleben in Österreich“ zu setzen und damit Aufmerksamkeit internationaler Fachkreise nach Wien zu lenken.



Es wird uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.
 

Mit freundlichen Grüßen


Nechemja GANG

Projektentwicklung und -betreuung